Pänz wellkumme präsentiert: Steff’s Rappelkiste

veröffentlicht von Claire Oberwinter / 14/01/2015 / , / 0 Kommentare

Heute stelle ich euch Steff’s Rappelkiste vor. Ich kenne Steff noch persönlich von dem Babykurs, den ich mit meinen Zwillingen 2013 bei ihr gemacht habe. Nach jahrelanger Arbeit auf Honorarbasis hat sie sich 2013 mit Baby- und Kleinkind-Kursen selbstständig gemacht, die sie nun in den Räumlichkeiten der Freistätte anbietet bzw. Montags im familienfreundlichen Café Agathe. Ich habe mich mit ihr getroffen, um mich über ihre Arbeit zu unterhalten.

 

Foto Steff WeissengruberSeit wann gibt es die Rappelkiste?

In der Form, dass ich selbstständig bin, erst seit Anfang 2013. Vorher habe ich in den Seminarhäusern auf Honorarbasis gearbeitet. Seit meinem Sprung in die Selbstständigkeit mache ich die Orga komplett alleine, auch wenn ich es vorher im Prinzip auch schon alleine gemacht habe. Von daher war der Weg dann nicht mehr so weit.

 

Wie kam es zu dieser Entscheidung? Wie war das für dich?

Als ich vor der Entscheidung stand, war es komischerweise recht einfach für mich, mich für die Selbstständigkeit zu entscheiden. Der Gedanke war einfach: „Bevor ich jetzt wieder in diese alte Struktur falle, probiere ich es jetzt einfach“. Denn ganz ehrlich: wenn es nicht geklappt hätte, hätte ich immer wieder zurück gehen können. Das war natürlich eine sehr komfortable Situation für mich zu wissen, dass ich wieder ins Honorarbasis-Geschäft zurück kann. Es klappte aber dann von jetzt auf gleich sehr gut und jetzt kann ich es mir gar nicht mehr anders vorstellen.

 

Wie lange machst du Kurse generell schon in dieser Art?

Auf Honorarbasis habe ich das 10 Jahre lang gemacht und davor habe ich immer ehrenamtlich in dem Bereich gearbeitet, so etwa 5-6 Jahre lang, bis ich irgendwann auf die Idee kam (in meiner Elternzeit), das zu meinem Beruf zu machen.

 

Was hast du vorher gemacht?

Ich habe Pädagogik studiert und eine Heilpraktiker-Ausbildung gemacht. Da ich die aber in Hamburg gemacht habe und ich für die Anerkennung in NRW erneut eine teure Prüfung hätte machen müssen, um praktizieren zu können, habe ich diesen Weg nicht weiter verfolgt. Vielleicht war es einfach auch so eine Art Wink des Schicksals, da ich mir auch zum damaligen Zeitpunkt nicht vorstellen konnte, eine Praxis zu führen in dem Bereich. Ich war auch damals schon auf der Schiene, mit Kindern zu arbeiten, so dass ich das mit der Praxis nicht hätte machen wollen.

Nur zwei Jahre später bin ich dann schwanger geworden und wie das ja eben meist so ist, habe ich in der Elternzeit angefangen zu überlegen, wo es für mich denn eigentlich nun hingehen soll beruflich. Ich habe einfach gemerkt, wo meine Stärken sind und mich dann darauf besonnen, dass ich immer gerne mit Kindern gearbeitet habe, u.a. als Initiatorin des Ferienexpress und eben als ehrenamtliche Kursleiterin.

 

Seit wann bist du in diesen Räumlichkeiten?

Seit August 2013. Es wird sich in nächster Zeit noch einiges hier ändern, da wir uns immer noch im Ausbau befinden. Außerdem plane ich gerade eine große Kooperation mit anderen Leuten in Köln, die auch für und mit Familien arbeiten, also eine Art „Familien-Netzwerk“. (Anmerkung: mehr dazu wird es bei nächster Gelegenheit geben!)

 

Was für Kurse bietest du an?

Einen Schwerpunkt gibt es inzwischen nicht mehr. Früher lag der Schwerpunkt auf den Babykursen. Inzwischen bleiben die meisten aber darüber hinaus, also quasi familienbegleitend. Die Kleinsten sind so etwa 8-12 Wochen alt und das zieht sich inzwischen aber bis ins 4. Lebensjahr (Kurse 2.0, 3.0 und 4.0). In diesen Kursen lernen sowohl die Kinder, aber auch die Eltern, wo die Kinder stehen und was sie alles schon können. Zusätzlich kommt die Liederkiste mit dazu, da ich ausgebildete Musikpädagogin bin und die Nachfrage sehr groß ist. Da geht es aber dann fast ausschließlich ums Singen, tanzen, gemeinsame Hörerlebnisse, Taktübungen etc. Bei den anderen Kursen hingegen geht es mehr um den spielerischen Teil, daher heißen diese Gruppen bei mir auch „Spielgruppen“. Denn das ist es, worum es da eigentlich geht: um das spielerische Lernen. Ich versuche immer, die Kinder dort abzuholen, wo sie sind und mache das eben auch auf verschiedene Arten, also Turnen, Basteln, Singen, Backen und alles, was es sonst so gibt.

 

Wie kommst du auf die Ideen, was du mit den Kindern in den Kursen machst?

Mir hilft vor allem meine Vorbildung und meine jahrelange Arbeit mit Kindern. Dazu zählt auch ein hohes Maß an Empathie, denn ich muss mich auch auf die tagesaktuelle Stimmung der Kinder einlassen und evtl. meine Planung umstellen. Aber eigentlich hangel ich mich immer am Jahr entlang, was ganz gut funktioniert. Jede Jahreszeit hat so ihre eigene Musik, Bastelideen und Aktivitäten, die man mit den Kindern machen kann. Außerdem hilft es mir natürlich sehr, dass ich selber Kinder habe und auch auf diese Erfahrung zurückgreifen kann.

 

Was magst du an deinem Job besonders gerne?

Das Schönste ist wirklich, am Montag zur Arbeit zu gehen und eben nicht zu denken „Oh mein Gott, es ist Montag…“ Ich empfinde es als ganz großes Geschenk, dass ich montags zur Arbeit gehe und mich darauf freue. Für mich gibt es tatsächlich nichts Anderes und es ist für mich eine sehr große Herzensangelegenheit. Und das zum Beruf zu machen ist ein Geschenk hoch drei. Die Arbeit mit den Kindern pusht einfach unheimlich.

 

Was ist dir wichtig, den Müttern mitzugeben?

Mir ist es wichtig, den Müttern das Gefühl zu geben, dass sie mit dem Gefühl der Verunsicherung, das ALLE Mütter haben, nicht alleine sind und das ganz normal ist. Außerdem nehme ich den Mamas gerne den Wind aus den Segeln, wenn es z.B. um die Frage geht „Kann denn mein Kind dann mit 6 Monaten krabbeln, wenn ich deinen Kurs besuche?“. Ich möchte einfach, dass Mütter wieder lernen, auf ihr Bauchgefühl zu hören, den Erfolgsdruck rauszunehmen und das alles zu entstressen. Das gibt den Müttern und den Kindern entsprechenden Freiraum, um sich zu entwickeln.

Der Fokus meiner Arbeit liegt daher einerseits auf dem ganzen Spielen mit den Kindern, aber eben auch eine Art „Familienbegleitung“ für die Mütter.

 

Wenn du keine Babykurse geben würdest, dann würdest du…..

Mit 11 Kindern zuhause sein! Ich wäre tatsächlich so ein Großfamilientyp gewesen. Oder ich hätte irgendetwas anderes mit Kindern gemacht. So oder so wäre ich nie von dem „Kindertrip“ runtergekommen.

Danke für dieses Interview, liebe Steff!

 

Seit ich Steff kenne, habe ich sie als wirklich einzigartige Person wahrgenommen. Im Kurs, den ich bei ihr besucht habe, ging es natürlich immer um Themen wie Schlafen, Beikost, Schreien lassen und alles, was frischgebackene Mütter sonst noch beschäftigt. Ich fand immer, dass Steff Tipps verteilt hat ohne dabei zu werten. Sie hatte immer ein offenes Ohr und nahm sich immer Zeit, Fragen und Anliegen zum Teil auch nach der Stunde noch zu beantworten. Auch heute frage ich sie ab und zu mal, wenn ich einen Tipp von ihr brauche. Ich fand außerdem immer, dass man Steff den Spaß bei der Arbeit unglaublich ansieht und anmerkt. Sie ist mit Herz und Seele dabei – und davon hat sie sehr viel! Nicht umsonst lautet ihr Slogan „Familienbegleitung mit Herz“. Wenn ihr also auf der Suche nach Baby- und Kleinkinderkursen in Köln seid, seid ihr bei Steff definitiv sehr gut aufgehoben!

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